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Ultraschalluntersuchungen

In fast allen internistischen Untersuchungen wird heute die technische Methode des Ultraschalls angewandt. Ohne auf Krankheitsbilder oder besondere Symptome einzugehen sollen hier einige allgemeine Informationen gegeben und häufig gestellte Fragen beantwortet werden.

 

Was ist eigentlich ist Ultraschall ?

Über eine sehr schnell vibrierende Kristalloberfläche wird die Vibration durch direkten Kontakt mit der Körperoberfläche auf die dahinterliegenden Organe übertragen, durchgeleitet aber auch zurüükgeworfen (reflektiert). Vergleichbar ist dies z.B. mit der Vibration eines Mobiltelefons auf einer Tischplatte, die noch am anderen Ende des Tisches wahrnehmbar ist. In der medizinischen Anwendung ist die Frequenz (Anzahl der Schwingungen pro Sekunde) dieser Vibration 1000 mal höher als die des hörbaren Schalls, daher der Name Ultraschall.

Der Sender des Ultraschalls ist auch der Empfänger der reflektierten Schallwellen – man nennt diesen Teil der Ultraschallmaschine "Schallkopf". Angeschlossen ist ein Rechner mit spezialisierten Prozessoren, die aus der kurzen Zeit zwischen ausgesandtem Ultraschallimpuls und Wahrnehmung des reflektierten Signals den Abstand zwischen Sender und reflektierender Struktur berechnen können. Dort wird auf dem Bildschirm ein Bildpunkt angezeigt. Wenn man nun sehr viele vibrierende Kristalle nebeneinander anordnet und sehr viele Impulse pro Sekunde sendet, dann wird sich aus der großen Zahl der entstehenden Bildpunkte ein Bild aufbauen, das einem Schnittbild durch die entsprechende Region des Körpers entspricht. Dies ist vergleichbar mit einem Schnittbild durch das Meer, wenn ein Fischkutter mit dem Echolot nach Fischschwärmen sucht, die sich auf seinem Bild als schallreflektierende Punkte darstellen würden.

 

Ist eine Ultraschalluntersuchung schädlich?

Bislang sind keine schädigenden Wirkungen bekannt. Die Untersuchungen lassen sich beliebig oft wiederholen. Das unterscheidet diese Technologie grundsätzlich von strahlungsbasierten Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen oder Computertomografie (CT). Die hierbei unvermeidbare Strahlenbelastung hat immer Zellschädigung zur Folge.

Es sind für spezielle Fragestellungen einige neue Ultraschallverfahren (z.B. Farbduplexsonografie, Kontrastsonografie) entwickelt worden, bei deren Anwendung größere Mengen "Schallenergie" im untersuchten Gewebe verbleiben, was zu einer geringen Erwärmung dieser Region führt. Daher sind diese Untersuchungen für Schwangere und Kleinkinder nur unter Beachtung kurzer Untersuchungszeiten empfohlen.

 

Was kann Ultraschall gut? Und was kann Ultraschall nicht gut?

Alle Organe oder Strukturen, die ein Volumen haben, oder mit Flüssigkeit gefüllt sind, lassen sich im Sinne eine Schnittbildes untersuchen. Dabei ist zu beachten, dass die Oberfläche eines Organes oder eines Organteiles nicht darstellbar ist.

Als Beispiel dient ein Apfel: wenn man ihn durchschneidet, kann man auf der Schnittfläche das Gehäuse sehen, faule Stellen im Fruchtfleisch erkennen, den Gang eines Wurmes vermuten etc. Nicht erkennbar ist dagegen, ob die Schale rot oder grün ist oder verschmutzt und schimmelig. So sieht man, dass im Schnittbild einer Leber verdächtige Gewebeinseln sind (z.B. ein Tumor), oder im Schnitt durch die mit Galle gefüllte Gallenblase Steine liegen. Man kann aber nicht sagen, ob die im Schnittbild eines gefüllten Magens dargestellte Magenwand eine entzündete Schleimhaut hat oder nicht, denn dazu müsste man die Fläche ansehen (z.B. durch eine Magenspiegelung).

Sehr gut lassen sich auch die Eigenschaften bewegter Flüssigkeiten darstellen, z.B. das strömende Blut. Zusammen mit dem Bild einer verdickten Aderwand kann man so bei beschleunigtem Blutfluss den Grad einer Aderverengung genau ausmessen. Der Ultraschall kann aber nichts zu anderen wichtigen Eigenschaften des Blutes sagen – ob z.B. eine Anämie vorliegt, oder wie der Sauerstoffgehalt des Blutes ist.

 

Was kann die Praxis Schröter für Sie tun?

Die Qualität einer Ultraschalluntersuchung hängt wesentlich von der Erfahrung und dem Kenntnisstand des Untersuchers als auch von den apparativen Voraussetzungen, also der verwendeten Ultraschallmaschine und deren Schallköpfen ab.

In der Praxis Schröter als auch in der PKD-am-Städel (Praxisklinik für Diagnostik) haben alle Untersucher eine langjährige ambulante und klinische Erfahrung im Umgang mit der Ultraschalldiagnostik. Einige Mitarbeiter sind Mitglieder in der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) und sind dort mit dem sehr hohenZertifizierungsgrad "DEGUM2" und „DEGUM3“ klassifiziert.

Die verwendeten Maschinen sind "High End"-Sonografiegeräte (Acuson Sequoia 512/X700/S2000 der Firma Siemens). Damit sind die neuesten Techniken anwendbar (Farbduplex, Kontrastsonografie, 3D-Sonografie, Elastografie).

 

Folgende Untersuchungen werden in der Praxis als auch in der PKD am Städel durchgeführt:

  • Schilddrüsensonografie
  • Halsschlagader (Carotis-Farbduplex-Sonografie)
  • Herz (Echokardiografie)
  • Oberbauchsonografie (Farbduplex, Kontrastsonografie)
  • Beingefäße (Arterien, Venen, Farbduplexsonografie)
  • Besondere Fragestellungen: Darmsonografie z.B. bei Verdacht auf eine Divertikulitis, unklare Schwellungen z.B. bei vergrößerten Lymphknoten, Gelenke, und viele weitere Anwendungen.

Eine genauere Beschreibung der einzelnen Untersuchungen finden Sie auf dieser Homepage unter Leistungen und im Newsletter Halsschlagaderuntersuchung.

 

Der Newsletter erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit der zum Thema möglichen Informationen, er ersetzt nicht die Leitlinien. Er entspricht einer praxisinternen Mitteilung.