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Darmspiegelung/Vorsorgekoloskopie

Was meinen wir eigentlich mit "Vorsorge"?

Genau genommen ist hier vorsorglich im Sinne von rechtzeitig gemeint, rechtzeitig erkannt, rechtzeitig entfernt, bevor eine tödliche, im Spätstadium nicht mehr behandelbare Erkrankung ihren Lauf nimmt.

Die Rede ist vom Dickdarmkrebs, dem Kolonkarzinom. 70000 Neuerkrankungen pro Jahr alleine in Deutschland! Eine beängstigend große Zahl und eine Zahl, die in dieser Höhe vermeidbar wäre, wenn – ja wenn – diese (oder die meisten dieser) Patienten Vorsorge getroffen hätten.

Anders als die bösartigen Tumore der anderen Organe, in denen der Tumor spontan entsteht und sofort bösartig ist, entwickelt sich in der weit überwiegenden Zahl der Fälle das Kolonkarzinom aus einem gutartigen Vorläufer, einem Polypen. Diese Polypen (entweder gestielt, wie eine Kirsche am Stiel oder breitbasig, wie ein aufgenähter Knopf) wachsen über Jahre hinweg unbemerkt, ohne Symptome zu verursachen. Gelegentlich kann es zu kleinsten unbemerkten Blutungen kommen (daher der Stuhltest auf Blut). Aber irgendwann wandelt sich ein Teil der Zellen im Polypen in Karzinomzellen und dann geht alles sehr rasch: die bösartigen Zellen vermehren sich, durchdringen die Darmwand, finden Anschluss an Blutgefäße und Lymphbahnen und können so andere Organe (vor allem die Leber) besiedeln und zerstören.

Diese Absiedlungen nennt man Metastasen. Eine Heilung, sei es durch eine Chemotherapie, chirurgische Eingriffe oder durch andere moderne Verfahren, ist in diesem Stadium nicht mehr möglich.

 

Was leistet die Darmspiegelung?

Bei guter Vorbereitung und durch einen erfahrenen Untersucher sind alle Abschnitte des Dickdarms, bis hin zur Einmündung des Dünndarms, genau untersuchbar. Es können kleinste, nur Millimeter große Polypen gefunden werden und - und das ist das besondere dieser Vorsorgeuntersuchung - diese kleinen oder größeren Polypen können in der Regel in derselben Untersuchung entfernt werden.

Etwa 20-30% dieser zunächst gutartigen Neubildungen würden sich im weiteren Verlauf zu einem bösartigen Tumor, zu einem Karzinom entwickeln. (Also: nicht jeder Polyp wird zum Karzinom, aber fast jedes Karzinom war ein Polyp.)

 

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Für gesetzlich versicherte Patienten gilt die Empfehlung zur Vorsorgekoloskopie ab dem 55. Lebensjahr, die Fachgesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) empfiehlt aus guten Gründen die Untersuchung bereits ab dem 50. Lebensjahr.

Wenn in der Familie ein Kolontumor aufgetreten ist, muss die Untersuchung entsprechend früher erfolgen, das gilt sebstverständlich auch beim Auftreten von Symptomen wie z.B. dem Nachweis von Blut im Stuhl oder zur Abklärung abdomineller Beschwerden oder bei unklarer Gewichtsabnahme und Leistungsminderung.

 

Wie erfolgt die Untersuchung?

In einem Vorgespräch erhalten Sie alle Informationen zur vorbereitenden Darmentleerung und zum Ablauf der Untersuchung.

Die Darmentleerung sollte spätestens 8 Stunden vor der Untersuchung begonnen werden, da nur bei korrekter Vorbereitung eine gründliche Untersuchung möglich ist. In der Untersuchung selbst werden Sie von einem Facharzt/Fachärztin für Anästhesie begleitet. Die Untersuchungsdauer liegt meist zwischen 20 und 45 Minuten. Nach der Untersuchung verbleiben sie für ca. 1 Stunde im Aufwachraum. Für den Weg nach Hause benötigen Sie Begleitung, da Sie nach der Sedierung nicht selbst fahren dürfen und auch bei der Heimfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine Begleitung dringend angeraten.

Den Befundbericht mit den dokumentierenden Bildern erhalten Sie sofort. Falls Gewebeproben ins Pathologielabor eingesandt werden, erhalten Sie nach 1 Woche einen zweiten Bericht, der dann das weitere Vorgehen erläutert. Alle Berichte erhält ebenfalls der überweisende Kollege bzw. der von Ihnen angegebene Hausarzt.

 

Was kann die Praxis Schröter für Sie tun?

Die Untersuchung erfolgt in der Abteilung Gastroenterologie/Endoskopie der Praxis-Klinik für Diagnostik (PKD am Städel), dem engen Kooperationspartner der Praxis Schröter, deren Untersucher sich durch ihre besondern Expertise auszeichnen (Gastroenterologen mit langjähriger klinischer oberärztlicher Erfahrung bzw. leitender Funktion im Universitätsklinikum Frankfurt).

Die Anmeldung zum Vorgespräch bzw. zur Untersuchung kann über die Praxis Schröter oder direkt in der PKD am Städel erfolgen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier in einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18.04.2012

 

Der Newsletter erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit der zum Thema möglichen Informationen, er ersetzt nicht die Leitlinien. Er entspricht einer praxisinternen Mitteilung.